Grießnockerlsuppe

Grießnockerl sind eine der beliebtesten Suppeneinlage. Sie bestehen im wesentlichen nur aus drei Zutaten (Gewürze mal nicht mitgezählt). Grieß, Ei, Butter und doch waren meine Erfolge eher bescheiden. Meist waren sie im Kern spintig und hart – oder noch schlimmer – sie zerfielen.
Mit dem Grundrezept wurde ich nicht glücklich, dennoch sollte es hier der ordnungshalber erwähnt werden. Mit den Varianten 1 und 2 werden sie wesentlich bessere Ergebnisse erzielen.

Grundrezept

So, oder so ähnlich findet ihr das Rezept in jedem Koch-buch oder im Internet. Allenfalls weichen die Mengenangaben etwas ab:
40 g weiche Butter, 60–70 g Hartweizengrieß, 1 Ei (M)
Salz, event. nach belieben etwas Muskat

Die Zutaten sollen alle zimmerwarm sein.
Butter schaumig rühren, dann etwas Grieß zugeben und verrühren, dann das Ei dazu geben, kurz verrühren und den restlichen Grieß, das Salz und den Muskat mit verrühren. Die Masse 30 Minuten quellen lassen. 1,5 l Wasser mit ausreichend Salz zum kochen bringen.

Mit einem feuchten Teelöffel etwas von der Grießmasse abstechen und mit einem zweiten Teelöffel oder in der feuchten Handfläche kleine Nockerl formen. Diese in das heiße aber nicht mehr kochende Wasser geben und 30 Minuten im abgedeckten Topf ziehen lassen. Das Wasser darf auf keinen Fall mehr kochen wenn der Deckel drauf kommt!
Die Nockerl sollten nicht direkt in der Brühe gekocht werden, denn dadurch würde diese stark eingetrübt.

In eine heiße, kräftige Rindersuppe geben und mit Schnittlauch garniert servieren.

Variante 1

50 g weiche Butter, 250 ml Milch, 1 Ei (M)
100 g Hartweizengrieß, Salz, Muskatnuss

Zubereitung:
  1. Milch aufkochen, Butter zugeben und schmelzen lassen
  2. Heiße Milch mit Butter in den Grieß einrühren. Etwas abkühlen lassen, damit das Ei nicht gerinnt
  3. Ein ganzes Ei dazugeben, mit Muskat und Salz würzen und gut vermischen
  4. Die Masse nun für mindestens eine Stunde im Kühl-schrank quellen lassen.
  5. 1,5 l Wasser mit ausreichend Salz zum kochen bringen.
  6. Mit einem feuchten Teelöffel etwas von der Grießmasse abstechen und mit einem zweiten Teelöffel oder in der feuchten Handfläche kleine Nockerl formen. Diese in das heiße aber nicht mehr kochende Wasser geben und 30 Minuten im abgedeckten Topf ziehen lassen. Das Wasser darf auf keinen Fall mehr kochen wenn der Deckel drauf kommt!

Variante 2

Zutaten (zimmerwarm):
60 g weiche Butter, 1 Ei (M), 120 g Hartweizengrieß,
Salz, Muskatnuss , Eiswürfel

Zubereitung
  1. Die weiche Butter schaumig rühren, dann etwas Grieß zugeben und verrühren, dann das Ei dazu geben, kurz verrühren und den restlichen Grieß, das Salz und den Muskat mit verrühren.
  2. Die Masse mind. 30 Minuten, besser 1 Stunde im Kühlschrank quellen lassen.
  3. 1,5 l Wasser mit ausreichend Salz zum kochen bringen und eine Schüssel mit kaltem Wasser und den Eiswürfeln bereitstellen.
  4. Mit einem feuchten Teelöffel etwas von der Grießmasse abstechen und mit einem zweiten Teelöffel oder in der feuchten Handfläche kleine Nockerl formen. Diese in das heiße, leicht kochendes Wasser geben und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
  5. Nocken mit einem Schaumlöffel aus dem siedenden Wasser heben und in das Eiswasser geben.
  6. Das Kochwasser wieder sprudelnd aufkochen. Die Nockerl mit dem Schaumlöffel zügig aus dem Eiswasser nehmen und wieder in das kochende Wasser geben. Die Herdplatte auf kleinste Stufe zurückschalten, Deckel drauflegen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
    Nach 30 Minuten sollten die Nockerl um das ca. dreifache aufgegangen und innen schön locker sein.

Für alle Zubereitungsarten gilt: Die Grießnockerl lassen sich sehr gut vorbereiten und in der Suppe wieder erwärmen oder aber einfrieren.

Und noch ein kleiner Geheimtipp: Bevor sie das Ei zum Grieß geben, verschlagen sie es mit einer Prise Kurkuma, dann werden die Grießnockerl schön gelb.

Viel Spaß beim Nachkochen und an Guadn!

Dieses Rezept wurde präsentiert von Josefs Schmankerlküche